Gamertablet

Tablets verdrängen bereits seit einigen Jahren Notebook und sogar ausgewachsene PCs aus den Wohnzimmern und werden zu einem immer wichtigeren Arbeits- und Freizeitgerät. Bislang war es jedoch so, dass gerade die wichtige Zielgruppe der Spieler sich mit den flachen Computern ohne Tastatur nur wenig anfreunden konnte. Mit dem Gamertablet könnte sich diese Situation jedoch grundlegend ändern.

Tablet-Markt im Wandel:

Was von dem GamingTablet zu halten ist.
Tablets sind für eine Vielzahl von Anwendungen wie etwa Internet, E-Mail und in gewissem Maße auch für Multimediaanwendungen sehr gut geeignet. Aufgrund der platzsparenden und flachen Bauweise war es in der Vergangenheit jedoch so, dass nur relativ leistungsschwache Komponenten verbaut werden konnten. Diese Komponenten weisen eine geringe Wärmeentwicklung auf und schonen den Akku, sind aber nicht stark genug für fordernde 3D-Anwendugnen wie Spiele. Mit dem Gamer-Tablet soll sich das jedoch ändern. Sie Fortschritte in der Miniaturisierung sollen dazu beitragen, dass CPUs und GPUs mit hoher Rechengeschwindigkeit auch in einem flachen Tablet Gehäuse Platz finden können. Damit könnten die Hersteller von Tablets auch Gamer dazu bewegen, sich für ein solches Gerät zu erwärmen.

Gamertablet

Gamertablet

Diese Geräte sind bereits auf dem Markt erhältlich:
Hersteller wie Razer haben bereits damit begonnen, ihre Version eines GamingTablets vorzustellen. Dazu gehört etwa das Project Fiona, das nicht nur ein leistungsstarkes Gamingtablet bietet, sondern auch die dazugehörigen Eingabegeräte. Razer ist spezialisiert auf den Bau von Tastaturen und Mäusen sowie Headsets wie Gamer und möchte seine Erfahrung nun auch in den Tablet-markt einbringen. Fiona bietet zwei Steuerungseinheiten, die an den Seiten des Tablets angebracht sind und möchte damit eines der größten Probleme lösen, wenn es um den Einsatz von Tablets für Spiele geht: Das Nichtvorhandensein einer Tastatur oder Maus. Soll ein Spiel per Tablet gesteuert werden, bleibt in der Regel nur die Touchscreen-Oberfläche. Viele Spiele wie etwa Sporttitel lassen sich auf diese Weise nur sehr unzureichend steuern, so dass zusätzliche Eingabegeräte benötigt werden. Beim Project Fiona erhält der Spieler auf beiden Seiten des Tablets hingegen einen Analogstick, sowie mehrere Buttons, mit denen sich das Spielgeschehen besser kontrollieren lässt.

Gamer Tabelts auf der Basis von Android
Doch auch Hersteller wie Archos und viele andere widmen sich dem Thema Gaming auf dem Tablet. So hat Archos die Entwicklung eines gamerfreundlichen Tablets angekündigt, mit dem herkömmliche Spielekonsolen wie etwa Handhelds im mobilen Bereich abgelöst werden sollen. Zum Einsatz soll dabei das Betriebssystem Android kommen. Einige Hersteller haben sogar bereits damit begonnen, ihre Gamer Tablets ähnlich wie die Playstation 3 mit einer 3D-Funktion auszustatten. Das WikiPad etwa bietet ein stereoskopisches Display und macht damit Bilddarstellungen in der dritten Dimension möglich. Anzumerken ist bei dieser Technologie, dass keine Brille benötigt wird und das Tablet damit äußerst mobil bleibt. Das Tablet wird mit einer Dockingstation geliefert, die zugleich auch als Ersatz für ein Gamepad dienen soll.